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Nachtleben in Thailand

Geschichtliche Betrachtung

Die Thais machen im allgemeinen die Chinesen für den Einzug der Prostitution nach Thailand verantwortlich. Viele vergessen jedoch das es in Thailand eine lange Tradition der Konkubinen gibt. Im 17. Jahrhundert befand sich in Ayutthaya eine offizielle Behörde welche die Aufsicht über hunderte von Konkubinen hatte und bis 1930 als Siam sich zu Thailand wandelte gab es keine Gesetze welche Prostitution verbaten. Danach wurde mehr und mehr das Hauptfrau-Nebenfrau System gesellschaftlich akzeptiert. Ein Mann durfte sich (wenn er es sich denn leisten konnte) mehrere Mädchen halten. Wenn man heute auf der Straße von einer Nebenfrau (Mia noi) spricht heben sich kaum Augenbrauen, die Tradition lebt weiter, hauptsächlich bei Geschäftsleuten, Politikern und den Unterweltsbossen.

Der erste Rotlichtbezirk wurde durch chinesische Immigranten gegründet, und natürlich arbeiteten dort anfangs nur chinesische Mädchen. Die Prostitution aus dem "grünen Laternen Bezirk" schwappte über in andere Chinatowns welche sich in jeder größeren Stadt befanden. Heutzutage findet man Bordelle in fast jedem Dorf, in jeder Stadt und allgemein fast überall in Thailand. Die Prostituierten kommen aus allen Gesellschaftsschichten, selbst aus Russland und Europa. Prostitution wurde 1950 als illegal erklärt, jedoch gibt es ca. 200.000 Frauen die der Prostitution als Hauptverdienstquelle nachgehen.

1960 bis in die 70ziger war eine hohe Anzahl von US Truppen während des Vietnamkriegs in Thailand stationiert, auch wurde es gerne als Erholungsort für die Soldaten genutzt. Es bildete sich eine neue Klasse der Prostituierten( vor allem in Pattaya) welche Ihre Dienste eher Ausländern als Thais anbot. Es wundert einen doch das aktuell nur ein geringer Prozentsatz der Prostituierten in Bars, Massagesaloons etc. arbeitet, der große Teil bleibt für den Standardtouristen meist verschlossen, diese arbeiten versteckt in Cafes, Frisörsaloons etc. . Nur geschätzte 5% der Einnahmen aus dem Milieu kommen in Verbindung mit Ausländern. Die schwärzeste Seite der Thailändischen Sex-Industrie ist der Menschenhandel, teilweise auch mit minderjährigen, welche von Ihren Familien (meist arme Familien aus dem Osten des Landes oder dem Norden wo sich Flüchtlingsbergvölker niedergelassen haben). Die meisten Mädchen haben kaum Bildung genossen und kommen aus dörflichen Gegenden. Falls ein Mädchen sich entschließt in Ihr Dorf zurückzukehren dann kann sie es nur mit einem Ausländer als Ehemann oder genügend Bargeld um Ihr Gesicht zu wahren.

Die meisten Prostituierten sind selbstständig. Sie verdienen an den Drinks die der Gast für sie bestellt und natürlich vom Sex, wobei sie selber den Preis bestimmen. Der Kunde muss dann nur noch eine "Gebühr" an die Bar zahlen damit sich das Mädchen den Abend freinehmen kann, da sie verpflichtet ist bis Geschäftsschluss in der Bar zu bleiben. In den meisten Kreisen ist es normal das Thaimänner Prostituierte aufsuchen, die Freundinnen und Frauen wissen das (auch wenn sie es nicht unterstützen) trotzdem gibt es starke Regeln und viele Thais verstehen es nicht wenn sich ein Ausländer mit einer Prostituierten auf offener Strasse zeigt.

Falls Sie ungeschützten Sex in Thailand haben sollten können sie stark davon ausgehen das sie sich irgendeine Infektion zugezogen haben. Das benutzen eines Kondoms ist definitiv empfohlen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt das allein 40% der Prostituierten in der Stadt Chiang Mai HIV Positiv sind, und diese Stadt ist nicht wie Pattaya, Bangkok oder Phuket eine Hochburg des Sextourismus.

Das Thailändische Gesetz sieht vor das bei Geschlechtsverkehr mit minderjährigen (unter 15 Jahren) eine Haftstrafe von 4 - 20 Jahren greift, bzw. eine Geldstrafe von 200.000 bis 400.000 Baht ( ca. 4.000 - 8.000 €). Falls das Kind unter 13 Jahre alt sein sollte kann sogar lebenslange Haftstrafe verhängt werden. Die meisten westlichen Länder haben ein Abkommen unterschrieben wo eine Überterritoriale Verurteilung möglich ist, also man z.B. auch in Deutschland für eine Straftat in Thailand begangen verurteilt werden kann.